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Tag 95-98: Cochabamba

Aktualisiert: 16. Apr. 2022

Cochabamba ist die viertgrößte Stadt in Bolivien (so was weiß Google Maps). Hier steht ein Cristo, der 40 cm größer ist, als der in Rio de Janeiro. Die Cristos sind 33 Meter hoch, weil Jesus 33 Jahre alt wurde. Die Cochabambinos (so nennen sich die Einwohner Cochabambas) sagen, dass Jesus ein paar Tage älter als 33 wurde. Deshalb ist ihr Jesus ein kleines bisschen größer (so etwas weiß der Lonely Planet Reiseführer).


Dafür, dass der Cristo de la Concordia die größte Jesus-Statur in Südamerika ist, war hier ziemlich wenig los. Auch hier konnten wir mit einer Gondel hochfahren und hatten einen tollen Blick über die Stadt. Nur dass wir uns nicht mit tausend anderen Touristen drängeln mussten.

Ich war hier in Cochabamba Joggen und wunderte mich, warum ich so kurzatmig bin. Ich dachte, das liegt daran, dass die Stadt sehr hügelig ist. Aber Max hatte bei Wikipedia gelesen, dass die Stadt auf 2.600m liegt. Außerdem ist Cochabamba die Stadt des ganzjährlichen Frühlings: Hier hat es das ganze Jahr über 25 Grad. Warum ich bei Wikipedia so viel über Cochabamba gelesen habe? Wir waren von der Autofahrt ziemlich geschafft. Deshalb haben wir ein paar Tage ausgespannt und waren viel im Airbnb. Außerdem haben wir die Bestell-App PedidosYa für uns entdeckt. Die bolivianische Küche ist überraschend gut, vegetarisch und abwechslungsreich. Deshalb haben wir uns mindestens zweimal am Tag Essen liefern lassen. Bei dem ganzen Verpackungsmüll blutet mir natürlich das Herz. Doch live mitverfolgen zu können, wie der Lieferant das Essen vom Restaurant abholt und vor die Haustür liefert, war einfach Entertainment pur!

Die paar Male, die wir uns dann doch raus bewegt haben, haben wir uns sehr über die Maskentragerei hier in Cochabamba gewundert. In Bolivien gibt es keine Maskentragepflicht im öffentlichen Raum, soweit ich weiß, und auch in Santa Cruz wurde das Thema eher lässig angegangen. Unser Airbnb-Vermieter trug drei Masken übereinander und ein Haarnetz. Außerdem bat er uns unsere Taschen zu desinfizieren, bevor wir diese mit ins Zimmer nahmen. Auch sonst sitzen die Leute mit Masken im Park oder im Restaurant. Mein persönliches Highlight war der Check-In bei unserem Hotel hier. Wir wollten eine Nacht länger in Cochabamba bleiben, aber das Airbnb war bereits ausgebucht. Beim Reinkommen ins Hotel hat der Hotelier ein Gerät, dass aussieht wie eine Wasserspritzpistole, die Desinfektionsmittel vernebelt. Vor ihm mussten wir uns dann einmal um die eigene Achse drehen, damit er uns von oben bis unten einsprühen konnte. Was tut man nicht alles für seine Gesundheit.

 
 
 

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