Tag 167-172: Ayampe und Montanita
- Inga F.

- 24. Juni 2022
- 2 Min. Lesezeit
Unsere Reise neigt sich dem Ende zu. Wir haben hier in Ecuador und generell in Südamerika viel erlebt und gelernt. Unsere letzte Woche unseres Sabbatjahres wollten wir nochmal Low-Budget-Strandurlaub machen. Deshalb folgten wir der Empfehlung von unseren Freunden aus Augsburg und fuhren mit dem Bus nach Ayampe. Ayampe erinnert uns wieder ein bisschen an das Hippiedorf Cabo Polonio in Uruguay. Auch hier gibt es keine geteerten Straßen aber dafür viele Surfschulen und öffentlich zugängliche Hängematten.

Hier an der Küste ticken die Uhren beruhigend langsam. Irgendwie ist das Leben immer schöner und unbeschwerter am Strand. Ich mag das Inselleben zwar, bin aber auch immer wieder froh, wenn ich zurück am Festland bin. Irgendwie haben Inseln etwas Beklemmendes, weil ich das Gefühl habe, nicht jederzeit weg zu können.

Von unserer Unterkunft haben wir einen traumhaften Ausblick auf das Meer. Auch hier ist es nicht ganz günstig aber wir haben wieder unser eigenes Haus für 50 Euro die Nacht mit Küche, damit wir was kochen können. Einzig das Bett ist sauunbequem. Ansonsten haben wir hier nichts auszustehen.

Ayampe ist sehr klein. Es gibt zwar zwei Kiosks, die eigentlich alles Lebensnotwenige verkaufen, doch für unseren Großeinkauf sind wir ins nächstgrößere Dorf Puerto Lopez gefahren. Hier ist es wieder erfrischend südamerikanisch: An den Straßenständen werden Grillfleischsandwiches für einen Euro angeboten, die Familien treffen sich samstags zum Fußballspielen und die Leute lassen sich in Autorikschas von A nach B fahren.

Zu Max Geburtstag waren wir in Ayampe im Mauli Spa. Das ist so klein, dass es genau für zwei Leute reicht. Dementsprechend gemütlich war es also.
Ansonsten ist hier Ende Juni gerade Nebensaison. Wir haben durchgehend 20 Grad und bedeckten Himmel. Perfekt, um mal wieder mit der Sportroutine anzufangen. Hier ist gerade Off-Saison dementsprechend haben viele Restaurants und Bars geschlossen. Passt uns auch ganz gut in den Kram, damit wir endlich mal selber Kochen.
Zu Max Geburtstag haben wir natürlich trotzdem ein schönes Restaurant gefunden. Hier in Ayampe haben wir Zeit und Ruhe, um die Erlebnisse der letzten Monate Revue passieren zu lassen und uns mental auf unsere Rückkehr nach Deutschland einzustellen.

Unser Kumpel Patrick hat sich eine Ortschaft weiter in Montanita eingemietet. Also wollten wir ihn besuchen fahren. Das war allerdings gar nicht so einfach, weil im ganzen Land gerade von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr abends Straßensperren und Demonstrationen sind. Also sind wir nach 18 Uhr ins Taxi gestiegen. Leider waren die Straßensperren noch nicht ganz abgebaut und wir mussten diese zu Fuß überqueren, dann ein neues Taxi nehmen bis zur nächsten Straßensperre und das noch einmal. Das war schon ein bisschen unheimlich aber zum Glück hat sich niemand groß für uns interessiert.

Montanita ist deutlich größer und lebendiger als Ayampe. Nach Calamari, Tiramisu und diversen Happy-Hour-Cocktails ging es nachts wieder zurück nach Ayampe. Diesmal in einem Rutsch ohne Straßensperren. Jetzt gerade bereiten wir uns auf unsere Abreise nach Guayaquil vor. Wir werden statt über Süden über Montanita über Norden über Puerto Lopez fahren, wie wir auch gekommen sind. Weil es dort wohl keine Straßensperren geben soll. Drückt uns die Daumen!





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