top of page

Tag 165: Isla San Cristobal

  • Autorenbild: Inga F.
    Inga F.
  • 21. Juni 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Morgen werden wir von San Cristobal wieder zum Festland. Also mussten wir heute zwei Stunden mit der Fähre rüber fahren. Die Fahrt war ziemlich ungemütlich, weil der Bootsführer wohl den Hebel einfach nur auf den Tisch gelegt und dort für zwei Stunden gelassen hat, egal wie stark der Wellengang war oder wie doll es das Boot durchgeschüttelt hat.

Auf San Cristobal angekommen, fiel sofort auf, dass es hier deutlich ruhiger und traditioneller war. Natürlich waren hier auch Touristen aber nicht mal annähernd so viele wie auf Santa Cruz. Weil wir nicht wieder 120 Euro pro Person für eine Tagestour über die Insel zahlen wollten, wie ungefähr täglich in Santa Cruz, beschlossen wir, die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Wir gingen am Hafen entlang zum "Centro de Interpretación", was ein Museum über die Geschichte von den Galapagos-Inseln ist. Dabei konnten wir schon viele Seerobben beobachten. Auf unserem Spaziergang kamen wir an einer Universität vorbei. Ich glaube, das ist die Uni mit dem schönsten Ausblick überhaupt. Dies ist der Strand gegenüber von der Uni:

Das Interpretation Center ist das erste Museum, was wir in unserem Sabbatjahr von innen sehen. Wir haben uns bis jetzt strickt an den Rat von Erich Kästner gehalten: "Toren besuchen in fremden Land die Museen, Weise gehen in die Tavernen." (https://gutezitate.com/zitat/156892)

Aber mal im Ernst: Die Geschichte der Bevölkerung der Galapagos war wirklich interessant. Heutzutage kommen uns die Inseln hier wie das Paradies vor, auf denen Menschen und Tiere in Harmonie nebeneinanderher leben. Doch das war nicht immer so. Die Galapagos-Landschildkröten wurden für ihr Fleisch und ihr Öl beinahe ausgerottet. Viele der Siedler aus aller Herrenländer konnten den rauen Bedingungen und der Einsamkeit nicht strotzen und wenn doch, fielen sie untereinander Eifersuchtsdramen zum Opfer.


Das was die Bevölkerung der Galapagos-Inseln heutzutage umtreibt, ist natürlich der Klimawandel und der Massentourismus. Wie kann man die Inseln dem Tourismus zugänglich machen, ohne dass dieser die Natur übermäßig beeinträchtigt. Ob hier die richtigen Maßnahmen getroffen werden, wird die Zukunft zeigen.

Für uns ging es weiter in die Natur, genauer gesagt zum Cerro Tijeretas, von wo aus wir einen wunderschönen Blick über die Bucht Muelle Tijeretas. Weil wir dort wieder Leute mit Seehunden schwimmen sahen, ging wir auch dorthin. Robben sind wirklich faszinierend. Sie haben wirklich gar keine Angst. Ganz im Gegenteil, sie fühlen sich eher zu den Menschen hingezogen, wenn sie sich langweilen.

Danach ging es zum Playa Punta Carola. Auch hier wimmelte es nur so von Seehunden.

Als wir Hunger bekamen, ging es zurück in Richtung Interpretation Center, weil wir dort Restaurants gesehen hatten. Hier kostete das Mittagsmenü mit frittierten Calamari direkt am Strand fünf Euro statt mindestens zehn wie in Santa Cruz. San Cristobal wurde uns immer sympathischer. Kaffee und Kuchen gab es dann gegenüber mit den Füßen im Sand.

Auch hier sonnten sich natürlich die Robben. Wirklich sympathisch, dass man hier einen Meter von ihnen entfernt sitzen und Kaffee trinken kann. In Deutschland wäre dieser Strand schon wieder großräumig zum Tierschutz abgesperrt worden. Hier leben Mensch und Tier nebeneinander her. So süß wie die Seehunde auch aussehen, es sind immer noch Raubtiere mit scharfen Zähnen, denen man lieber nicht zu nahe kommen möchte. Deshalb macht man seine Fotos besser immer mit "Social-Distance"-Abstand.

Nach diesem schönen Tag in San Cristobal machten wir uns auch schon wieder bereit für den Abflug nach Guayaquil.

Kommentare


  • Instagram
  • Facebook
  • YouTube

©2021 Agni Yoga & Travel. Erstellt mit Wix.com

bottom of page