Tag 90-91: Zoo El Refugio
- Inga F.

- 8. Apr. 2022
- 2 Min. Lesezeit
Endlich konnten wir den Zoo mal bei Tageslicht besichtigen. Begrüßt wurden wir sofort von fünf Katzen und einem Hund. Der Hund war etwas schüchtern und wir mussten ihn ein bisschen locken, damit er sich streicheln ließ. Die Katzen dagegen liefen ganz selbstverständlich in unserem Zimmer umher.
Ansonsten gab es noch Papageien, Affen, Wildschweine, Wildkatzen, Wellensittiche, Schildkröten und noch viel mehr Tiere, die mir komplett unbekannt waren. Wir freundeten uns mit einem kleinen Lemuren an. Die Zoobesitzerin Manu öffnete zur Fütterungszeit den Käfig und das kleine Äffchen kletterte ganz selbstverständlich auf meinen Arm. Zwar fand es meine Frisur sehr bequem zum Sitzen, doch mochte es Max Jacke lieber, weil er dort an den Reißverschlüssen knabbern konnte.

Manu erzählte uns, dass sie und ihre Mitarbeiter hier im Zoo Tiere aufnahmen, die beispielsweise verletzt waren oder aus dem Zirkus o.ä. abgegeben wurden. Sie päppelt die Tiere wieder auf und versucht sie dann auszuwildern. Nicht jedes Tier wird bereit für die Wildnis sein, weshalb viele Tiere hier ihr Leben verbringen werden. Hier haben die Tiere schließlich ihre Ruhe. Zwar kommen hier hin und wieder Besucher aber bei weitem nicht so viele, dass die Tiere gestresst wirken würden. Ganz im Gegenteil: Die meisten kamen angelaufen oder -geflattert, wenn sie einen sahen. So konnten wir uns neugierig durch die Gitterstäbe hindurch beobachten.
Samaipata ist ein verschlafenes kleines Örtchen, was aber eigentlich alles hat, was es braucht. Im Café Tango konnten wir nicht nur super Mittagessen. Dort wurde auch Kosmetik hergestellt, sodass ich mich erstmal neu eindecken konnte mit Seife, Deo und Shampoo. Außerdem nahmen wir uns ein Stück Kuchen als Snack mit.
In der Unterkunft angekommen, setzten wir uns auf die Veranda und die Katzen sich auf uns drauf. Als Max seinen Kuchen aus dem Zimmer nach draußen holte, kamen nicht nur die restlichen Katzen sondern auch ein paar kleine Äffchen angerannt und stürzten sich auf den Kuchen. Max gewann den Streit um den Kuchen zwar, musste aber ein paar Krümel abgeben. Ich hätte ihm ja geholfen, hätte ich nicht die Kamera halten müssen.
Schmollend zogen sich beide Parteien mit ihrem Teil des Kuchens zurück. Als alle aufgegessen hatten, vertrug man sich wieder und die Affen hüpften fröhlich auf Max Schultern herum. Auch ich hatte irgendwann einen Affen auf dem Arm. Er versuchte in meine Jackentasche zu kriechen. Weil ihm das nicht gelang, begnügte er sich damit auf meinem Arm zu sitzen und mein Handy anzuknappern, sobald ich dieses aus der Tasche holte.

Ich fühlte mich wie Pippi Langstrumpf: Wir wohnten in einem kunterbunten Holzhaus, ich hatte einen Affen auf dem Arm und im Garten stand ein Schimmel und graste. Wir hatten zwar kein WLAN aber bei dem tierischen Unterhaltungsprogramm braucht man auch keines.





Kommentare