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Tag 159-161: Tauchen auf den Galapagos Inseln

  • Autorenbild: Inga F.
    Inga F.
  • 20. Juni 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Von Limon ging es wieder zurück nach Guayaquil, wo wir mit unseren bayrischen Freunden natürlich unserer neues Abenteuer feiern mussten.

Viel Zeit zum Durchschnaufen hatten wir allerdings nicht. Während es für Franzi und Matze zurück in die Heimat ging, ging es für Patrick, Max und mich auf die Galapagos-Inseln. Damit wurde ein Traum von uns wahr! Nachdem unser Gepäck auf Platiktüten und Kaffee durchsucht wurde (verbotene Gegenstände auf den Galapagos Inseln), stiegen wir in den Flieger nach Baltra. Dort angekommen, ging es mit einem Bus, einer Fähre und noch einem Bus zu unserem Hotel Palace ans Südende der Insel Santa Cruz.

Santa Cruz überraschte mich ein wenig. Ich hatte eine Insel voll mit Forschungsstationen und Expeditionsboten erwartet. Ich dachte, dass die Menschen hier so aussehen, als würden sie den ganzen Tag im Matsch liegen, um Vögel zu zählen oder so. Doch als wir in unserem schönen Hotel ankamen und uns auf den Weg zum Abendessen machten, kam es uns eher so vor wie auf Amrum oder Sylt. Schicke Restaurants und Geschäfte reihten sich an einer hübsch beleuchteten Hafenpromenade aneinander.

Wir stellten uns eine Liste unserer "Big Five" zusammen. Wir wollten auf jeden Fall Tölpel, Schildkröten, Robben, Haie und Rochen. Also ging es am ersten Tag auf zu den weltberühmten Landschildkröten. Es ging zum Hochland in eine kleine Ranch, wo frei die Schildkröten leben. Der Guide erzählte uns, dass nur noch hier auf Santa Cruz die Landschildkröten leben, weil diese auf den anderen Inseln letztes Jahrhundert unter anderem für Lampenöl ausgerottet wurden. Besonders actiongeladen war die Tour nicht, weil sich die Tiere fast nie bewegten. Wenn überhaupt dann mal zum Fressen. Vielleicht ist das das Geheimnis ihres hohen Alters: Ruhe und veganes Essen. Spaß beiseite: Diese Schildkröten können bis zu 200 Jahre alt werden!

Weil wir noch nicht genug von Höhlen hatten, besichtigten wir noch die Lavatunnel, die sich auf der Ranch befanden. Hier hat sich damals vor mehreren Tausend Jahren die Lava ihren Weg durch die Erde gebahnt. Geblieben sind diese Tunnel mit Wänden aus getrocknetem und zu Stein gewordener Lava.

Als wir nachmittags wieder am Hafen entlang schlenderten, sahen wir auch schon allerhand Tiere. Die Seerobben hier lieben die Parkbänke am Hafen und auch die Meerleguane und Krabben mögen die Promenade hier.

Am nächsten Tag gingen wir Tauchen in Seymour. Dies ist im Norden von Santa Cruz nahe des Flughafens, an dem wir angekommen waren. Heute wollten wir Haie und Rochen sehen. Wir wurden nicht enttäuscht. Ich dachte, dass im Parque Tayrona in Kolumbien schon viele Fische sich tummelten. Aber hier ist die Vielfalt einfach atemberaubend.

Seeschildkröten, Rochen und Galapagoshaie ließen nicht lange auf sich warten. Auch Hammerhaie haben wir gesehen, aber die waren etwas schüchtern, weshalb sie nur als Silhouette über uns zusehen waren.

Die Weißspitzen-Riffhaie dagegen waren leichter zu beobachten. Diese sind nämlich die einzigen, die ruhen können. Alle anderen Haie müssen in Bewegung bleiben, weil diese nur durch das Schwimmen Wasser in ihre Kiemen bekommen, wo sie den Sauerstoff raus filtern. Weißspitzen-Riffhaie können dies auch ohne zu Schwimmen, also liegen sie gerne am Boden in der Nähe von Felsen, die sie vor der Strömung schützen.

Wir waren so begeistert, dass wir auf jeden Fall nochmal gehen wollten!

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