top of page

Tag 15: Nichts geht mehr …

  • Autorenbild: Inga F.
    Inga F.
  • 16. Jan. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Der Tag begann sehr vielversprechend: Entspanntes Frühstück im Hotel, mittags Jugo Naturale im Café, dann bei strahlendem Sonnenschein auf zum Flughafen in Posadas. Wir wollten nach Buenos Aires fliegen. Also eingecheckt und die Wartezeit mit einem Espresso vertrieben. Dann hieß es, es gäbe technische Probleme mit dem Flieger. Also weiter warten.


Eine Stunde nach regulärer Abflugzeit brach Hektik am Gate aus. Die Passagiere strömten zurück zum Check-In. Ein Blick auf die Anzeigetafel: „Vuelto cancelado“, Flug gestrichen. Zum Glück sprach eine der Schalterdamen Englisch. Sie erklärte uns, dass der Flug aufgrund eines Triebwerkschadens gestrichen sei. Eventuell könnten sie einen Chaterflug um 23 Uhr organisieren. Also in 8 Stunden. Wir berieten uns und entschieden, am Flughafen zu warten und es darauf ankommen zu lassen.


In der Nähe sollte es ein Einkaufszentrum geben. Wir also mit Sack und Pack dahin. Geschlossen. Also wieder zurück und ausharren. Zum Glück war das nicht so ein Hochsicherheitsflughafen mit Sicherheitskontrollen, sodass wir rausgehen und frische Luft schnappen konnten.


Gegen 19:30 Uhr Ortszeit ging die Sonne unter. Ein wirklich schönes Bild, den voll besetzten Flieger, auf den wir nicht umbuchen konnten, in Richtung Buenos Aires abheben zu sehen.

Unsere Flugbegleiterin konnten wir zum Glück überreden, uns ein Schnitzel auf Fluggesellschaftskosten auszugeben, sodass unser Abendessen zumindest gesichert war.

Während es langsam dunkel wurde, wurde das Restaurant in der Abflughalle für eine Geburtstagsfeier geschmückt. Während wir vor dem Flughafen auf weitere Infos zu unserem Flug warteten und streunende Hunde beobachten, strömten langsam die gut gelaunten Partygäste ein. Immerhin konnten wir jetzt lauten Bässen lauschen, während unsere Laune immer schlechter wurde.


Um 21 Uhr dann die Erkenntnis: Heute geht kein Flug mehr. Der nächste Flieger geht Dienstagabend. Heute ist Samstag wohlgemerkt. Eigentlich haben wir ab Montag ein Hotel mit Sprachkurs in Buenos Aires gebucht. Keine Ahnung, ob wir das noch stornieren können...


Aber nicht nur das: Das Servicepersonal arbeitete unter Hochdruck daran, Hostels für die Passagiere zu finden. Schließlich war Wochenende und quasi alle Hotels ausgebucht. Einige der anderen Passagiere richteten sich bereits am Gate häuslich ein, indem sie sich auf den Boden legten und ihr Handgepäck als Kopfkissen nutzen. Wir wollten uns damit nicht abfinden. Zum Glück hatte das Hotel, in dem wir die Nacht davor verbracht hatten, noch ein Zimmer frei. Während wir vor dem Gebäude auf unser Taxi zum Hotel warteten, kam einer der Angestellten raus gelaufen. Er atmete tief durch und ließ den Kopf hängen. Als er uns bemerkte, hob er die Hände vor sein Gesicht und sagte: „I‘m crying“. Er hatte sich seinen Feierabend wohl auch anders vorgestellt…

 
 
 

Kommentare


  • Instagram
  • Facebook
  • YouTube

©2021 Agni Yoga & Travel. Erstellt mit Wix.com

bottom of page