Tag 142-146: Paraguay-Roadtrip
- Inga F.

- 17. Juni 2022
- 2 Min. Lesezeit
Es fühlt sich fast an, wie nach Hause zu kommen: Wir sind wieder nach Paraguay geflogen und in unser allererstes Hotel eingecheckt, bei dem unsere Reise vor fünf Monaten begonnen hatte.
Uns stand eine Reunion bevor: Wir werden Max und Till wieder treffen, die wir in unserer ersten Woche in Asunción kennen gelernt hatten. Außerdem trafen wir unsere Freundin Nati, eine Paraguayerin, die wir in Brasilien im Surfhostel kennen gelernt hatten. Sie zeigte uns ein wenig das Nachtleben von Asunción.

Über unseren Hotelbesitzer konnten wir einen Mietwagen buchen. Schließlich hatten wir bei unserem ersten Besuch in Paraguay festgestellt, dass die Busse nicht wirklich zu gebrauchen sind, wenn man schnell und zuverlässig voran kommen möchte. Da wir eine Woche Zeit hatten, haben wir beschlossen, einmal von West nach Ost durch Paraguay zu fahren, unter anderem, um die Iguazu-Wasserfälle anzusehen, und um unseren Kumpel Till zu besuchen, der in der Nähe von Indepedencia sein Haus baut.

Auf unserem Roadtrip war unserer erster Halt beim Pflanzengeschäft. Dort kauften wir Grapefruit-, Acerola- und Mangosetzlinge für Till. Als wir ihm die vorbeigebracht hatten, ging es weiter in Richtung Ciudad del Este, von wo aus man zu den Iguazu Wasserfällen fahren kann.

Die erste Nacht haben wir in Juan Emilio O'Leary im Dos Lunes verbracht. Das ist ein unscheinbares und doch sehr hübsches Hotel. Die Besitzerin hat sich sehr über uns Touristen gefreut, weil hier sonst wohl nur Geschäftsreisende durchkommen.
Wir waren noch in einer kleinen Kneipe etwas essen. Das erste Bier ging auf‘s Haus. Schließlich lief heute die paraguayische Fußballbundesliga in Fernsehen und hier waren alle aus dem Häuschen.
Das ist das Schöne daran, dass es hier quasi keinen Tourismus gibt: Es gibt keine Touri-Preise und du kannst am ganz normalen Leben der Einheimischen teilhaben. Die Leute freuen sich immer total doll, wenn wir in ihrer Ortschaft Urlaub machen und zeigen uns stolz ihr Land.

Genauso wie am nächsten Tag, als wir zum Hydroelectrico Itaipu fuhren. Das ist eines der größten Wasserkraftwerke der Welt. Die Bustour durch das Kraftwerk war komplett kostenlos. So macht Sighseeing Spaß! Auf der Tour lernten wir, dass dieses Kraftwerk an der Grenze zu Brasilien steht. Die beiden Länder teilen sich den Strom, der hier am Stausee produziert wird. Dementsprechend deckt dieses Kraftwerk den Strombedarf von Paraguay zu 90 Prozent und von Brasilien von 15 Prozent, da Brasilien deutlich größer ist als Paraguay.

Danach ging es weiter zu unserem Airbnb. Das war in einer Ferienwohnungssiedlung in Cancha, die noch im Bau war. Hier bauen wohl eher die Gutbetuchten so viele Sportwagen, wie hier vor den gigantischen Ferienwohnungen standen.
Morgen soll es dann über die Grenze zu den Iguazu Wasserfällen gehen.




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