Tag 135: Minca
- Inga F.

- 16. Juni 2022
- 2 Min. Lesezeit
Nach einen Tag Entspannung und einem Abend Feiern mit unseren Tauchlehrern, wollten wir nach Minca fahren. Dort gibt es schöne Wasserfälle mitten im Dschungel. Der Tauchschulbesitzer vermittelte uns einen Fahrer, der leider völlig überteuert war, wie wir im Nachhinein feststellten.

Dennoch fuhr er uns zuverlässig nach Minca. Auf halber Strecke fuhr uns quasi grundlos einer auf. Ich hatte kurz die Befürchtung, dass wir jetzt ausgeraubt werden, weil dies eine gängige Masche sein soll: Auffahren, damit der Fahrer aussteigt und dann das Auto klauen bzw. die ahnungslosen Gringos überfallen. Aber zum Glück gaben sich die beiden Fahrer die Hand und wir konnten weiterfahren. „Nur ein paar Kratzer“, lachte unser Fahrer „el Pollo“ vergnügt. „Das Huhn“ ist ein etwas gewöhnungsbedürftiger Name für diesen Riesen, aber so wurde er uns vorgestellt und er war glücklich mit seinem Spitznamen.

Als wir dann in Minca ankamen, ging es noch circa eine halbe Stunde zu Fuß einen Erdweg entlang zum Wasserfall Poto Azul. Natürlich war heute wieder Wochenende, weswegen hier wieder die Hölle los war. Wenn man allerdings vom ersten Wasserfall aus noch ein Stück den Berg hoch kraxelte, kam man zu einem zweiten etwas größeren Wasserfall, wo deutlich weniger los war.

Nach dem Wasserfall ging es mit dem Mototaxi hoch zu einem Restaurant, dass super Grillfleisch anbot. Hier saßen wir, aßen Rippchen und sahen über die nebligen Dschungel-Berge. Sogar einen Affen konnten wir beobachten.

Dann ging es mit dem Mototaxi zurück ins Zentrum von Minca. Da wir nicht so richtig etwas mit uns anzufangen wussten, boten die Mototaxifahrer an, uns zu einer Kaffeeplantage zu fahren. Natürlich wieder völlig überteuert, wie wir später feststellten.

Zu der Finca San Rafael ging es über einen sehr abenteuerlichen Pfad, der eher an eine Enduro-Stecke erinnerte, als an eine Straße. Bei der Finca angekommen, empfing uns ein sehr freundlicher Schweizer. Natürlich gab es zur Begrüßung erstmal hauseigenen Kaffee.

Dann ging es in Richtung Plantage. Wir lernten, wie Kakaobäume und Kaffeepflanzen aussehen. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass die Kakaobohne der Kern einer Frucht ist, der in Fruchtfleisch eingehüllt ist, was lecker süßlich schmeckt.

Die Kaffeebohnen werden getrocknet, gewaschen, getrocknet und dann geröstet. Dieser Prozess dauert Wochen. Die Finca produziert zwar viel Kaffee aber nicht so viel, dass es sich lohnt diesen zu Exportieren. Also verkaufen sie diesen nur an die Kunden der Finca. Nach der Plantagenführung gab es natürlich noch eine Verköstigung mit Trinkschokolade und Kaffeegesichtsmaske.

Wir fuhren mit dem Mototaxi zurück nach Minca, weil wir uns mit einem Bekannten, der dort in der Ortschaft wohnt, zum Abendessen verabredet hatten. Danach ging es mit einem deutlich günstigeren Taxi, das er uns vermittelt hatte zurück nach Santa Marta.





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