Tag 118: Food Tour
- Inga F.

- 31. Mai 2022
- 2 Min. Lesezeit
An unserem letzten Abend wollten wir uns der lebenswichtigsten Nebensache der Menschheit widmen: Essen. Über Airbnb buchten wir eine Food Tour, für die wir 1,5 Stunden durch den Berufsverkehr nach Süden fahren mussten.
Der Stadtteil Envigado wirkte deutlich traditioneller als El Pueblo, wo wir untergebracht waren. Als erstes ging es zu einem Stand mit Empanadas. Jeder kennt Empanadas aber die wenigsten kennen die Geschichte hinter den Fleischtaschen. Als erstes kam das Fleischbällchen aus Spanien nach Kolumbien. Die Indigenen panierten das Fleischbällchen mit Maismehl und die afrikanischen Sklaven, die eingeschifft wurden, frittierten dieses. Die Jahrhunderte alte Geschichte Kolumbiens in einem Snack.

Weiter ging es dann zu einem offenen Garagentor. Hier hat eine ältere Frau ihren Food Court. Sie hat schon immer gerne gekocht und Leute zu sich eingeladen. Irgendwann wurde ihr Wohnzimmer einfach zu klein und sie verlagerte ihren Herd in die Garage. Hier serviert sie frittierte Kochbananen-Fladen mit Hühnchen und Ananassoße. Sehr lecker!

Nächster Halt war an einer Autobahnauffahrt. Hier gibt‘s den besten Hot Dog von ganz Kolumbien. Der Perro Caliente kam natürlich aus den USA nach Kolumbien. Weil es hier diese typischen Würstchen nicht gibt, gibt es den Perro hier mit Pulled Pork. Ein halber hat mir gereicht, weil der sehr reichhaltig war.

Ein Nachtisch durfte natürlich auch nicht fehlen. Italienisches Eis, Geschmack kolumbianischer Kaffee.

Mit dem letzten Gericht bin ich nicht besonders warm geworden. Arepas sind Maismehlfladen. Meiner war mit Kondensmilch und Käse. Mal davon abgesehen, dass der Fladen nach nichts schmeckt, war diese sehr-süß-sehr-salzig Kombi nichts für mich.

Pappsatt kugelten wir uns auf den Kirchenvorplatz, wo unsere Tour angefangen hatte und tranken noch unser Feierabendbier. Dann ging es mit dem Uber wieder in unser Touri-Viertel. Diesmal ohne Berufsverkehr.





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