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Tag 111-112: Oberhalb von Bogotá

Wir sind von Santa Cruz nach Bogotá in Kolumbien geflogen. Nachdem wir in Bolivien zum Teil echtes Schietwetter hatten, hatten wir in Kolumbien auf Sonnenschein gehofft. Nope, nicht in Bogotá. Auch hier sind Nieselregen und maximal 15 Grad an der Tagesordnung.

Auf der Uber-Fahrt vom Flughafen zum Hostel kamen wir an einigen finsteren Straßen vorbei und der Fahrer erklärte uns die No-Go-Areas der Stadt. "Was habt ihr Touristen eigentlich immer mit dem Zentrum", fragte der Taxifahrer uns, "hier ist es doch nicht schön!" - "Hier sind halt die ganzen Hostels und man ist schnell überall", antworteten wir achselzuckend. Als er uns vor unserem Hostel abgesetzt hatte, verriegelte er die Türen und fuhr weiter....


Unser Hostel war wirklich schön und zentral. Aber tatsächlich nicht in der allerbesten Gegend. Tagsüber konnte man eigentlich alles zu Fuß machen aber abends und nachts nahmen wir immer ein Uber.

Da unser Uber-Fahrer uns empfohlen hatte, auf den Monserrate zu gehen und von dort aus die Aussicht über Bogota zu genießen, machten wir das. Eigentlich wollten wir die eine Stunde zu Fuß hochgehen, doch der Fußweg war nach 13 Uhr gesperrt. Also fuhren wir Teleferico. Wir standen mindestens so lange an, wie wir auch zu Fuß hoch gebraucht hätten. Oben angekommen gab es schöne alte schlossmäßige Gebäude und eine neuere Kirche. Der Ausblick über die mit Dschungel bewachsenen Hügel hinter Bogota war wirklich beeindruckend. Der Blick über die Stadt war leider nicht besonders, weil die Wolken sehr tief hingen.

Ob sich die 1,5 h Anstehen für Hoch- und Runterfahren gelohnt haben, sei mal dahin gestellt, aber es war trotzdem ganz cool.

Zum Abendessen sind wir dann in eine Empfehlung aus dem Reiseführer gefahren. Das unscheinbare Restaurant lag im Norden der Stadt und glänzte mit exzellenter Küche. Auf unserer Uberfahrt merkten wir schon, dass der Norden deutlich schöner und wohlhabender war als das Zentrum, wo wir untergebracht waren.

Gerade auf der Rückfahrt, war ich froh über jede rote Ampel, an der unsere Uberfahrerin nicht anhielt, weil ich diese dreckigen Straßen so schnell wie möglich hinter uns lassen wollte. Bei uns am Hostel ging die Gegend tatsächlich wieder, weil die Uni und die Partymeile in der Nähe waren. Sollten wir nächstes Mal wieder kommen, nehmen wir definitiv ein Hostel im Norden der Stadt.


 
 
 

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